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Urlaubsankündigung
Sommer
2011
von Dr. Christoph
Abermann
Wie gewohnt möchten
wir Sie
auch heuer über die Urlaube in
unserer Ordination in den
Sommermonaten informieren:
| Wer |
Wann
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Vertretung
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Dr.
Nikolaus
Kiendl
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12.-19.09.2011 |
Dr. Christoph
Abermann |
Dr.
Christoph
Abermann
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06.-09.08.2011
05.-11.09.2011 (Fortbildung)
13.10.-01.11.2011 |
Dr. Nikolaus Kiendl |
| Sekretariat |
18.07.-31.07.2011
05.-11.09.2011
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Homöopathie auf Krankenschein?
von Dr.
Alexander Meisinger
In
der Schweiz haben ein Bericht, der der
Homöopathie
wissenschaftliche
Effektivität bescheinigt und ein
Volksentscheid dazu geführt,
dass ab
2012 die Kassen homöopathische
Behandlungen bezahlen. Nennenswerte
Mehrkosten für das
Gesundheitssystem seien nicht zu
erwarten.
Die Ärztegesellschaft für
klassische Homöopathie
(ÄKH) wünscht sich
auch in Österreich eine Neuregelung
der Kostenrückerstattung
durch die
Kassen: Konkret fordert sie eine eigene
Tarifposition der
Krankenkassen. So könnten sich mehr
Patienten als bisher die
homöopathische Behandlung leisten.
Honorarnoten
per
Email
von Dr.
Christoph Abermann
Im Sinne
der
allgemeinen Ressourcen-Schonung bieten
wir unseren Patienten seit
einigen Monaten die Möglichkeit an,
Honorarnoten per email (als
pdf) statt per Post zu bekommen. Die
Versendung erfolgt
passwortverschlüsselt, sodass Sie
davon ausgehen können, dass
die Honorarnote nicht von jemandem
Unerwünschten geöffnet
werden kann. Als Standard-Passwort geben
wir Ihre 10stellige
Versicherungsnummer (bzw. wenn ein Kind
der Patient ist: die 10stellige
Versicherungsnummer des Kindes) ein.
Sollten Sie ein anderes Passwort
wünschen, teilen Sie uns das bitte
mit.
Um die Sicherheit weiter zu
erhöhen, empfehlen wir Ihnen, uns
Ihre
private und nicht die berufliche
Email-Adresse anzugeben.
Wenn
Sie
möchten, dass wir auch Ihre
Honorarnoten in Zukunft per Email an
Sie verschicken, antworten Sie bitte
einfach auf dieses Email mit dem
Betreff „Email-Honorarnote ja“.
Fieber
sollte
nicht sofort gesenkt werden
von Dr.
Alexander Meisinger
„Mein Kind hat Fieber, was soll ich
dagegen tun?“, ist eine
häufige Frage in der
homöopathischen Praxis. Viele
besorgte
Eltern glauben, Fieber
sei
eine Krankheit, gegen die es
anzukämpfen gilt. Das stimmt jedoch
nicht. Fieber tritt im Rahmen einer
körperlichen
Entzündungsreaktion auf und ist ein
wichtiger Mechanismus, die Krankheit
schneller zu bewältigen:
Denn durch die erhöhte
Körpertemperatur werden nicht nur
sämtliche Stoffwechselprozesse,
sondern auch die Immunabwehr
beschleunigt und die Entzündung
kann effektiver besiegt werden.
Die Fähigkeit von Organismen,
fieberhafte Reaktionen im Rahmen
einer Immunantwort zu bilden, ist etwa
600 Millionen Jahre alt und hat
sich in der Evolution deshalb
bewährt, weil Fieber das Ausheilen
verschiedener Infektionen bzw. das
Überleben deutlich verbessert
hat.
Fieber hat noch einen anderen Vorteil,
den man auf den ersten Blick
nicht so leicht erkennt: Bei
fieberhaften Infekten kommt es ja
häufig zu Müdigkeit,
Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit oder zu
Kopf- und Gliederschmerzen. Diese
Begleitsymptome sind für den
Erkrankten zwar sehr unangenehm, haben
aber ihren Sinn: Man fühlt
sich nicht gut, geht ungern außer
Haus, hat keine Lust auf
Gesellschaft und hütet lieber das
Bett. Dadurch steckt man Andere
nicht so leicht an und erholt sich auch
schneller!
Ab welcher Temperatur hat man nun
Fieber? Von Fieber spricht man ab
38°C (gemessen
im After) bzw. ab 37,5°C (gemessen
in der Achselhöhle). Bei
der Messung in der Achselhöhle muss
man also 0,5°C zum
Messergebnis addieren, um die
Körperkerntemperatur zu erhalten.
Ist die gemessene Temperatur niedriger,
spricht man von „erhöhter“
oder „subfebriler“ Temperatur, nicht
jedoch von Fieber. Gerade bei
Kindern kann das Fieber schnell auf 40
oder 41°C steigen!
Höheres Fieber als 41°C ist
sehr selten, da der Körper
das Fieber zu begrenzen weiß,
bevor es gefährlich wird.
Wenn die Temperatur schnell auf 39
°C oder höher ansteigt,
kann es zu einem Fieberkrampf kommen.
Ein Fieberkrampf
betrifft in unseren
Breiten 2-5% aller Kinder und tritt eher
bei viralen als bei bakteriellen
Infekten auf. Er beginnt mit
einem plötzlichen
Bewusstseinsverlust, gefolgt von einem
Zusammenziehen der gesamten Muskulatur.
Nach 10–30 Sekunden folgen
regelmäßige Zuckungen. Es
gibt auch Anfälle, bei denen
die Muskulatur ihre Spannung verliert
und die Kinder vollkommen schlaff
sind. Nach dem Anfall sind die Kinder
müde und benommen. Man
spricht von einem „unkomplizierten“ oder
„einfachen“ Fieberkrampf, der
harmlos ist und keinen Schaden im Gehirn
des Kindes hervorruft.
Ein Fieberkrampf dauert meist nur wenige
Minuten. Deshalb bleibt
für Sie als besorgte Eltern in
dieser Situation kaum Zeit, ein
Medikament wie Stesolid (Diazepam) oder
eine homöopathische Arznei
zu geben. Lockern Sie die Kleidung des
Kindes und legen sie es auf den
Boden oder ins Bett, um Verletzungen zu
verhindern. Kommt es zu
Erbrechen, dann drehen Sie ihr Kind auf
die Seite. Versuchen Sie nicht,
die Zuckungen zu unterdrücken und
geben Sie nichts in den Mund:
Ein Zungenbiss ist harmloser als ein
Zahnschaden!
Wie behandelt man also Fieber? Leider
ist es eine häufige Praxis,
Fieber sofort senken zu wollen, um einen
möglichen Schaden
abzuwenden. So gibt man schnell ein
Medikament wie Mexalen®, Parkemed® und Nureflex® oder eine
homöopathische Arznei wie Ferrum
phosphoricum, Aconitum und Belladonna.
Das ist jedoch nicht sinnvoll,
da Fieber ja dem Kranken hilft, seine
Entzündung schneller zu
überwinden! Außerdem kann man
den Krankheitsverlauf
schlechter beurteilen, da die
Krankheitssymptome verschleiert oder
unterdrückt werden! Besser ist
es, den Kranken zunächst fiebern
zu lassen und
bewährte Hausmittel (siehe Artikel
„Begleitende Maßnahmen
bei Fieber“) zu verwenden. Dann muss die
Ursache des Fiebers
geklärt und behandelt werden.
In der Homöopathie
gibt ca. 250
verschiedene Arzneien, die sich
bei
Fieber bewährt haben.
Wichtig ist es, bei der Wahl der
Arznei die individuellen
Krankheitssymptome zu
berücksichtigen und
nicht einfach nur gute bekannte
Fiebermittel wie Ferrum phosphoricum,
Aconitum und Belladonna zu verabreichen!
Behandelt man Fieber mit
herkömmlichen Medikamenten, sollte
man
folgendes beachten: Kleinen
Kindern
sollte kein
Aspirin®
gegeben werden, da ein geringes Risiko
besteht, am Reye-Syndrom zu
erkranken. Das ist eine seltene, aber
ernsthafte Erkrankung mit
Schädigung von Gehirn und Leber. Vorsicht
ist auch
bei Paracetamol® (Mexalen)
geboten: Eine große Untersuchung
in 31 Ländern mit mehr als
200.000 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren,
die sog. „International Study
of Asthma and Allergies in Childhood“,
veröffentlicht im
Fachjournal „The Lancet“ (2008 Sep
20;372(9643):1039-48.) kam zu dem
Ergebnis, dass zwischen der
Verabreichung von Paracetamol bei Fieber
im
ersten Lebensjahr und Asthma-Symptomen
bei den sechs- und
siebenjährigen Kindern ein
Zusammenhang besteht: Nach
Paracetamol-Einnahme erhöhte sich
das Asthma-Risiko um bis zu 38
%!
Begleitende
Maßnahmen bei Fieber
von Dr.
Friderike Gubo
Wenn Kranke das Fieber nicht
gut
verkraften, so erschöpft sind, dass
sie nicht mehr trinken
können (v.a. Säuglinge), sehr
unruhig sind oder Kopfschmerzen
haben, dann kann man mit bewährten
Hausmittel das Fieber etwas
senken und den Kreislauf stärken.
Dazu will ich auf den Pulswickel
näher eingehen, die schon bei
Neugeborenen gemacht werden
können und das Fieber sanfter als
Wadenwickel senken.
Anzuwenden bei Müdigkeit und
Kopfschmerzen im Fieberanstieg (im
Gegensatz zu Wadenwickel, die nicht im
Fieberanstieg gemacht werden
sollen), zur Stärkung des
Kreislaufs in allen Fieberphasen, zur
Fiebersenkung, aber auch bei
Kreislaufproblemen (da vor allem an
Handgelenken) und kindlichen
Kopfschmerzen unabhängig von
Fieber.
Anleitung:
2 handgelenksbreite Streifen Leinen oder
Seide, die 3x um die Hand-
oder Fußgelenke gewickelt werden
können
2 warme Socken oder Wolltücher oder
Pulswärmer, etwas breiter
als die Leinen oder Seidestreifen
10 ml Arnikatinktur oder einige Spritzer
Zitrone oder Essig in
100 ml Wasser
Die Hälfte der Streifen
tränken, 1½ mal ums
Handgelenkwickeln,
überschüssige Flüssigkeit
ausdrücken, dann mit dem trockenen
Rest weiterwickeln.
Darüber die wärmende Wolle.
Wickel 3x alle 10 Minuten
erneuern, dann mehrstündige Pause
einlegen
Die Temperatur des Wassers sollte der
Körpertemperatur angepasst
sein, bei frierenden Patienten oder
kalten Händen und
Füßen 35-40°C, bei
heißen Patienten 20-31°C,
bei Säugligen max. 5°C unter
der Körpertemperatur.
Bitte beachten Sie, dass diese
Anwendungen begleitende Maßnahmen
sind, und dass bei zunehmenden oder
starken Krankheitsbeschwerden die
Ursache des Fiebers abgeklärt
werden muss.
Tipps wie diese finden Sie auch in dem
noch erhältlichem Buch:
Wickel & Co, Bärenstarke
Hausmittel für Kinder von Ursula
Uhlemayr Urs-Verlag, und gelten genauso
für Erwachsene.
"Wickel,
Tees
und Globuli" jetzt online
von Dr. Nikolaus
Kiendl
In unserem Newsletter vom August 2008
haben wir Ihnen das Buch „Wickel,
Tees und Globuli“ (von Rabe, Riker und
Vollmer) empfohlen. Bücher
über Hausmittel zur
Selbstbehandlung gibt es zwar schon zur
Genüge, aber das besondere an
diesem Buch ist, dass die Autoren
(drei klassische Homöopathen) zum
einen nur Anwendungen empfehlen,
die sich mit einer homöopathischen
Konstitutionsbehandlung „gut
vertragen“, und dass zugleich der
Patient bzw. die Eltern angewiesen
werden, worauf sie beim jeweiligen
Beschwerdebild achten sollten, um im
Bedarfsfall dem Homöopathen die
Symptome genau schildern zu
können, damit dieser die richtige
Arznei verschreiben kann (z.B.
bei Bindehautentzündung: Welches
Auge ist betroffen? Das ganze
Auge? Mit Sekret? Wenn ja, welche Farbe?
Licht- oder
Zugluftempfindlichkeit? Juckreiz?
Schwellung oder Rötung der
Lider? usw. …).
Wir halten dieses Buch nach wie vor
für eine sehr wertvolle Hilfe
bei leichteren Akutbeschwerden - leider
ist es seit einiger Zeit
vergriffen. Erfreulicherweise gibt es
seit kurzem die wichtigsten
Kapitel unter diesem Link
online.
Vom geistreichen
Nichtstun
von Dr.
Edgar Gubo
Zur
Ruhe kommen? Dafür ist in der
Informationsgesellschaft kaum Zeit.
Im
Gegenteil, wir sind permanent online und
allzeit erreichbar – und haben
zugleich ständig Angst, etwas zu
verpassen; wir leiden an
Reizüberflutung und dem Gefühl
ständiger
Überforderung – und gieren
gleichwohl nach schnelleren Datenleitungen
und leistungsfähigeren
Handys; wir fühlen, wie unsere Zeit
immer knapper wird, sehnen uns
nach
Muße – und fürchten zugleich
nichts so sehr wie das
Nichtstun und die
Langeweile.
Dabei wissen
Philosophen längst, dass Geist und
Seele schöpferische Pausen
brauchen.
Nun wird diese Weisheit auch von der
Wissenschaft entdeckt.
Hirnforscher und Psychologen zeigen, wie
wichtig Auszeiten und Momente
des Nichtstuns sind: Diese fördern
nicht nur die Regeneration und
stärken das Gedächtnis, sondern
sind geradezu die
Voraussetzung für
Einfallsreichtum und Kreativität, vor
allem aber für das
seelische
Gleichgewicht.
Dass schon der
Anblick von Wiesen und Bäumen einen
erholsamen Effekt hat, ist
mittlerweile sogar wissenschaftlich
bewiesen. Von den vielfältigen
Eindrücken in der Stadt wird vor
allem unser
Arbeitsgedächtnis
belastet, das die Konzentration und die
Willenskraft steuert. Je mehr
Reize das Gehirn verarbeiten muss, umso
schwerer fällt es,
konzentriert
und ganz bei sich zu bleiben. In der Natur
dagegen, wo die Reizdichte
enorm reduziert ist, wird dieser geistige
»Kraftspeicher«
gründlich
aufgefüllt. Natürlich haben die
vielfältigen Stimuli des
Stadtlebens
auch eine inspirierende Wirkung. So
lässt sich das städtische
Getriebe
zwar hervorragend als Nährboden
für neue Ideen und Pläne
nutzen. Doch
um diese in die Praxis umzusetzen (oder
sich einfach nur vom
Stadtgetriebe zu erholen), brauchen wir
oft jene Muße, die uns
eine
reizarme, ablenkungsfreie Umgebung
gewährt.
Hirnforscher
haben zudem herausgefunden, dass unser
Denkorgan beim ziellosen
Nichtstun keinesfalls untätig ist; im
Gegenteil, manche
Hirnregionen
sind beim Tagträumen, Schlafen oder
Meditieren sogar stärker
aktiv als
beim zielgerichteten Denken. Befreit von
Input, kann das Gehirn
gewissermaßen in sich selbst
spazieren gehen, frische
Verbindungen
zwischen Nervenzellen knüpfen und so
neue Zusammenhänge
zwischen
gespeicherten Fakten herstellen.
Doch
man kann es mit dem Grübeln auch
übertreiben. Denn das
bewusste Denken
folgt oft nur den bekannten, ausgetretenen
Pfaden. Wer allzu verbissen
nach der Lösung sucht, würgt
häufig seine
Kreativität regelrecht ab –
dann wird es Zeit, das Hirn zu
lüften. »Lenken Sie sich ab,
schlafen
Sie drüber. Die vorbewussten,
intuitiven Netzwerke in Ihrer
Großhirnrinde erledigen den Job
für Sie«, rät der
Hirnforscher Gerhard
Roth.
Wer übrigens wissen
will,
wann es Zeit für eine Auszeit ist,
für den hat Ernst
Pöppel eine
einfache Faustregel parat: Führen Sie
sich abends Ihren Tag vor
Augen,
und fragen Sie sich, was Sie Kreatives
geleistet haben.
»Kreativität
ist ein wichtiges Merkmal eines
ausgeglichenen Menschen«, sagt
Pöppel.
»Wer nur noch erledigt, abarbeitet,
reagiert, braucht definitiv
eine
Pause.«
Dies ist ein Auszug aus dem
Artikel
„Vom geistreichen Nichtstun“,
erschienen in der Zeitschrift „Die Zeit“,
Ausgabe Nr. 49/2010 von
Ulrich Schnabel, basierend auf dessen
Buch: Ulrich Schnabel: Muße
– Vom
Glück des Nichtstuns,
978-3-89667-434-0; Blessing, 2010; 288 S.,
19,95
€
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